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Logistik: Gestaltungsfragen
Traditionell sind die Logistikarbeitsplätze in Speditionen oder Hafenumschlagsbetrieben, im Gütertransport der Bahn oder der Luftfracht zu finden; dazu gehören die notwendigen planerischen und organisatorischen Tätigkeiten. Vom Berufsbild her sind es also Fahrer, Lagerarbeiter, Kranführer, Staplerfahrer, Rangierlokführer, Hallenmeister, Disponenten in werksgebundenen oder in öffentlichen Transport-, Umschlags- und Lagereibetrieben. Doch dieses traditionelle Bild löst sich auf.
Heute umfasst die Logistikbranche Arbeitsplätze in Logistikzentren, die nicht nur Sammel- und Verteilstelle von Gütern sind, sondern auch hochwertige Logistikdienstleistungen betreitstellen, die mit dem reinen Transport kaum noch Berührung haben, und nur noch die Vorbereitung und Durchführung organisieren. Neue Logistikdienstleistungen entstehen auch durch die Auslagerung von Produktionsbereichen an Transportbetriebe, z. B. wird eine Dortmunder Spedition zum Distributionszentrum, in dem Elektroartikel kundengerecht angefertigt, kommissioniert und ausgeliefert werden. Logistik besteht somit einerseits aus hochqualifizierten Tätigkeiten in Forschung, Beratung, Organisation, Softwareentwicklung usw.; andererseits gibt es im Kern der Branche, bei den Arbeiten in Transport, Umschlag und Lagerung materieller Güter, noch immer erhebliche Probleme:
- deregulierte, prekäre Beschäftigungsverhältnisse
- Outsourcing mit Subunternehmern
- Lohndumping, Unterlaufen geltender Tarifverträge
- Mangel an Aus- und Weiterbildungsbereitschaft der Unternehmen
- Mangel an Arbeitsorganisation und Personalplanung
- Probleme mit dem Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie der Arbeitszeit
Die Gewerkschaft ver.di will jetzt mit Unterstützung der Kooperationsstelle solche Gestaltungsfragen bearbeiten und aktiv werden.
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