Vor dem Hintergrund radikaler Arbeitsmarktflexibilisierung der 90er-Jahre wird in den U.S.A. und in Kanada in zunehmender Breite und Intensität über die Auswirkungen und Bewältigungsmöglichkeiten prekärer Beschäftigung diskutiert. Die Promotoren sind vor allem im Wissenschaftsbereich (Gemeindepsychologie, Public-und Occupational-Health, Sozialwissenschaft) und in der Sozial- und Kommunalpolitik zu finden.
Die Allianzen für faire Beschäftigung betrachten sich als dauerhaft angelegte, Zielgruppen übergreifende und unterschiedliche Aktionsformen nutzende Netzwerke. Gemeinsam ist ihnen die Perspektive einer sozialintegrativen Gemeinwesenentwicklung (community development), d.h. sie wollen über die Verhinderung von sozialen Abwärtsspiralen und Ausgrenzungsprozessen bzw. die Herstellung gleichwertiger Lebenschancen ökonomisch benachteiligter Bevölkerungsgruppen den Zusammenhalt lokaler Gemeinschaften – und damit letztlich der Gesellschaft – sicherstellen.